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Kampf dem Affiliate – Brandbiddings

von admin

Ein Gastbeitrag von Daniel Schimmer

Welches Unternehmen mit einer bekannten Marke, welche SEM-Agentur kennt ihn nicht – den GAU in Google-Adwords: Man checkt am Abend noch mal kurz seine Brandanzeigen und muss feststellen, dass die eigenen Ads durch einen Affiliate gekapert wurden.Bisher konnte man gegen lokales Brandbidding auf die eigene URL (fast) nichts unternehmen, aber das muss nicht sein! Das Adpreview-Tool kann „missbraucht“ werden, um Verstöße gegen die eigenen Affiliate-Richtlinen aufzudecken.

Dass Affiliates überhaupt mit der Marke und der URL ihres Publishers werben können, liegt wohl an einer Schwachstelle des AdWords-Markenschutzes. Meist geschieht dies durch „unbedarfte“ Werbepartner, die nach Ende der Bürozeiten oder am Wochenende versehentlich ein der Marke sehr ähnliches Keyword bei Google einbuchen, gleichzeitig Anzeigen mit der Display-URL des Markeninhabers verfassen und auf einzelne Städte/Regionen buchen, in denen der Publisher keine Niederlassungen betreibt. Das Ergebnis: Da Google nur eine Anzeige pro Display-URL auf seinen Ergebnisseiten anzeigt, erscheint anstelle der unternehmenseigenen Anzeige das Ad des Affiliatepartners – mit dessen Trackingparametern…

Für Werbepartner, die wissen möchten wie ihre AdWords-Anzeigen regional ausgeliefert werden, hat Google schon vor geraumer Zeit das sogenannte Ad-Targeting-Preview-Tool www.google.de/adpreview etabliert. Damit die Statistiken der Werber aber nicht verfälscht werden, sind die dort gelisteten Ads nicht klickbar. Dadurch kann leider nicht unmittelbar der Trackinglink des Affiliates ermittelt werden, über den der Partner eindeutig identifizierbar ist. Deshalb muss man sich eines kleinen Umweges bedienen:

Zunächst wählt man über das Adpreview-Tool eine Stadt in einem beliebigen Bundesland aus (alternativ auch die Koordinaten). Dann lässt man sich durch einen Klick auf den Button „Anzeigenvorschau“ zeigen, wie die Goolge-SERP für die eigene Wortmarke an dem gewünschten Ort aussieht. Um nun den Trackinglink hinter den Anzeigen nutzen zu können und mittels Firefox Plugin „Live http Headers“ die eindeutigen Trackingparameter des Partners ermitteln zu können, muss man aus dem Link hinter einer der Anzeigen die drei Parameter für Land, Region und Stadt ausschneiden (für München z.B. gl=DE&gr&=DE-BY&gcs=Munich).

Nun einfach in einem neuen Browserfenster die normale Google-Seite öffnen und nach dem gewünschten Begriff suchen. Anschließend die ausgeschnittenen Parameter nach dem Fragezeichen in der URL gefolgt von einem &-Zeichen hinzufügen (z.B. http://www.google.de/search?gl=DE&gr=DE-BY&gcs=Munich&hl=de&q=lieferservice&btnG=Google-Suche&meta=) und Return drücken. Schon erscheint die SERP, als säßen sie gerade in München.

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