BEITRAG

BESSERE WEBSITE-PERFORMANCE DURCH WEB VITALS & NEUE PAGE SPEED TOOLS

München, Oktober 2020 – Für die User Experience einer Website ist die Geschwindigkeit maßgeblich verantwortlich. Ein Thema, das alljährlich aufs Neue besprochen, aber dennoch nicht unwichtiger wird. Spätestens nach dem letzten Google Videokonferenz – und Instant-Messanging-Dienst, Hangouts ist klar geworden, dass „responsive“, eine Eigenschaft, die als einer der Grundpfeiler einer Webseite galt, von „speed“ überholt worden ist. Natürlich heißt das nicht, dass heute keine responsiven Seiten mehr benötigt werden. Ganz im Gegenteil – Googles Ambition, Geschwindigkeit als Qualitätsfaktor einer Webseite zu etablieren, sollte vielmehr als Erweiterung von „mobile first“ gesehen werden.

Das was Google hier beiläufig als Geschwindigkeit beschreibt, ist vielmehr die quantitative Bestimmung der zu erwartenden User Experience, die aktuell unter anderem mit Hilfe eines neuen Page Speed Tools wieder ein Stück messbarer geworden ist.

„Web Vitals is an initiative by Google to provide unified guidance for quality signals that are essential to delivering a great user experience on the web.“ (Google)

Was sind Web Vitals?

Web Vitals bestehen maßgeblich aus drei Parts: FID / LCP und CLS.

LCP:
Der Largest Contentful Paint bezieht sich ausschließlich auf den Viewport. Er gibt an, wie lange das größte Element „above the fold“ benötigt, um angezeigt zu werden. Das ist in der Regel auch der Zeitpunkt an dem der User die Seite als „geladen“ empfindet. Zudem ist der LCP aber auch ein guter Indikator dafür, wie strukturiert der Header der Seite ist.

FID:

Die Eingabe Verzögerung misst ausschließlich die Zeit zwischen dem Punkt an dem der User anfangen kann mit der Seite zu interagieren und dem Zeitpunkt, ab der die Seite in der Lage ist diese Interaktion zu verarbeiten. Es handelt sich hierbei nicht um die tatsächliche Ausführungszeit, sondern nur um deren Verzögerung. Ein derartiger Versatz kann z.B. durch aufgeblähtes oder schlecht strukturiertes Javascript zu Stande kommen.

FID und LCP gehen Hand in Hand. Beide Werte sind sehr interessant, da sie das direkte Empfinden des Users wiedergeben, wie performant die Webseite sich verhält und gute Werte zusätzlich zu einem erhöhten Trust Wert führen, denn: First impressions matter. Seiten mit langem Input Delay oder verbesserungsfähigem LCP wirken zudem oft träge und haben in der Regel auch schlechtere Conversion Rates.

CLS:

Für Layout Shifts existieren inzwischen viele Begriffe, wie beispielsweise Reflows, Jumps, etc. Trotz der Uneinigkeit im Hinblick der Benennung, ist man sich über den negativen Impact auf das User Erlebnis sicher. Daher ist Googles Bemühung, Seiten mit stabilem Layout zu bevorzugen, umso mehr zu begrüßen. Stabil bedeutet in diesem Fall, dass sich weder Größe noch Position von Objekten während des Ladevorgangs verändern.

MANUELL VS. BULK

Es gibt etliche, mögliche Mess- und Vergleichsmethoden und jeder favorisiert eine andere. Für den folgenden Überblick wurde Lighthouse genutzt, um zwischen der mobilen und Desktop Variante der Index Seiten zu unterscheiden. Die Zahlen wurden Ende Juni 2020 erhoben, betrachtet wurde die First-View.

Handy-Schubser

Mode

Manuelles Messen von Websiten kann langfristig zu einer Sysiphos Arbeit werden. Oftmals ist der Workflow, um die Daten zu erheben bereits langwierig und fehlerbehaftet. Auch wenn die Google Search Console inzwischen Einblicke in die Page Performance erlaubt, sind aussagekräftige Werte auch hier Mangelware. Aus diesem Grund empfiehlt es sich auf Bulk Bearbeitung zu setzen und Tools zu wählen, die verlässliche Werte für eine Vielzahl von Seiten erheben können.

Defizite der bestehenden Tools zwingen Agenturen für digitales Marketing, wie die Blue Summit Media GmbH zur Weiter- und Eigenentwicklungen. Sie erlauben sowohl kurz- als auch langfristige Messungen sowie Vergleiche und Handlungsempfehlungen. Zudem können nun mehrere URLs getestet und die Seiten zueinander ins Verhältnis gesetzt werden. Die neu entwickelten Tools lassen auf einen Blick eine Vielzahl an Rückschlüssen zu und helfen Werbetreibenden heute schon dabei ihre Seiten für „Mobile First Indexing“ vorzubereiten. Ab 2021 wird das „Mobile First Indexing“ die Grundlage für Googles Rankings beeinflussen, die WebVitals selbst werden im Rahmen der Page Experience als künftiger Rankingfaktor genannt (Quelle: https://developers.google.com/search/docs/guides/page-experience?hl=en).

BEST PRACTICES

Die Empfehlungen von Google haben sich nahezu nicht geändert und Best Practices, die sich in den letzten Jahren etabliert haben, machen auch weiterhin Sinn. Tatsächlich haben Webseiten, die bis heute schon vernünftig performt haben, wenig Mühe die rote Zone zu verlassen oder vielleicht gar keinen Optimierungsbedarf. Allerdings können Webseiten, die bis jetzt eher schwach performen, mit nur kleinen Anpassungen schon sehr viel bessere Ergebnisse erreichen und ihren gesamten Lighthouse Score verbessern.

LCP:

Die Optimierung des LCP kann auf zwei Arten erfolgen. Zum einen lässt sich der Content „above the fold“ priorisieren, indem man z.B. CSS Anweisungen, die für die Darstellung des Viewports benötigt werden, als interne Anweisungen im Document Head aufnimmt und bzw. oder Hero Images mit einem „preload“ versieht. Zum anderen lässt sich der Bereich „below the fold“ depriorisieren in dem z.B. Content via Javascript nachgeladen wird. „Lazy Loading“ von Bildern oder Ajax Requests können hier eine Lösung sein.

 

FID:

Die Eingabeverzögerung kann zu einer kleinen Herausforderung werden. Hier sind meist die eingesetzten Frameworks und/oder der inflationäre Gebrauch von Trackingscripten Grund dafür, dass die Verzögerung der Seite sich erhöht. Allzu oft werden hier unnötig viele Weiterleitungsketten gebildet oder unnötiger Overhead geladen. Tatsächlich sieht die Realität so aus, dass das Deaktivieren von Trackingskripten (und deren Payloads) zu einem erheblichen Performance Boost führt. Das bedeutet nicht, dass auf Tracking verzichtet werden soll, sondern dass implementiertes Tracking so schlank wie möglich gehalten werden muss.

 

CLS:

Layout Shifts werden nicht ausschließlich aber sehr oft von Bild- und bzw. oder iFrame-Elementen erzeugt. Eine schnelle Lösung ist es, all diesen Elementen eine Mindesthöhe zu geben, so dass selbst wenn es zu einem Layout Sprung kommt, dieser beträchtlich kleiner wird. In vielen Fällen ist die Höhe schon durch das Image selbst gegeben. Dies macht die Höhe exakt vorhersehbar und somit muss kein Layout Shift mehr stattfinden. Hierfür lohn es sich, dem Developer Zeit einzuräumen, denn einmalige Anpassungen können einen langfristigen positiven Impact haben.

BENEFIT OF WEB VITALS

Es stellt sich die Frage, weshalb teilweise noch immer schlechte Ergebnisse bei den Messwerten zu verzeichnen sind, obwohl sich bei den Empfehlungen nichts verändert hat. Die Antwort darauf ist simpel, denn wir verlangsamen unsere Webseiten teilweise bewusst. Abgesehen von der Optimierung, für die dem Developer Zeit eingeräumt werden müsste, sollte sichergestellt werden, dass weder Tracking noch Design oder Marketing den Code unnötig aufblähen. Bis heute ist dies jedoch nicht der Fall. Häufig gibt es drei, vier verschiedene Tracking Anbieter. Immer wieder werden spezielle Elemente designed die gängige, vorhandene Browser Funktionen ersetzen. All diese Wünsche blähen die Webseite nicht nur unnötig auf und wirken sich negativ auf den Pagespeed aus – sie haben auch letztlich, keinerlei Relevanz für den User.

 

Die Web Vitals sind ein direkter Indikator dafür, wie gut die Usability einer Webseite ist, mit dem Benefit, dass gute Werte sich sowohl positiv auf Ranking als auch auf Verweildauer und Conversionrate auswirken können.

Gerade wenn sich die Frage stellt, warum die eigene Seite nicht unter den ersten 10 Suchergebnissen ist, oder weshalb der Wettbewerber vor einem rankt, sollte ein Blick auf die Vitals geworfen werden: Denn diese können, Stand: heute und werden in Zukunft das Zünglein an der Waage sein und den Unterschied zwischen high- und low-performing Sites ausmachen.

Über blueSummit – Agentur für digitales Marketing
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